X-STAT
Stand: 1/2012 |
24-Stunden-Lauf, Scharnebeck, 16./17. Juni 2007
Wieder einmal ging ein schönes Event zu Ende. Der diesjährige
24-Stunden-Lauf in Scharnebeck war sicher für alle ein unvergessliches
Erlebnis.
Bei zum Teil strömendem Regen gingen eine Frauen- und eine Männerstaffel und
sieben Einzelläufer an den Start.
Die Hin- und Rückfahrt waren sehr gut organisiert. Wir fuhren mit einem
extra angeheuerten Linienbus bis zum Veranstaltungsgelände und bauten dort
unser Zelt auf. Das Rote Kreuz stellte uns freundlicherweise nicht nur ihre
Arbeitskraft zum Aufbau zur Verfügung, sondern übernahm auch die Beschaffung
des Zeltes. Henno, der wieder mit seinem Wohnmobil anreiste, fand direkt
daneben seinen Stellplatz. Die Einzelläufer: Rüdiger, Marion, Sven, beide
Goldbecks, Suliko, und Andreas bauten einen Wohnwagen mit Vorzelt auf.
Innerhalb des Start/Ziel-Bereiches sorgte Werner Borms für ein Zelt und
Sitz- bzw. Liegemöglichkeiten. Danke an ihn dafür.
Eleni, dich sich sehr gut um die Staffeln kümmerte, besorgte die
Startnummern und die T-Shirts mit dem Werbeaufdruck: 24-Stunden-Lauf, die
zum Start, bzw. zum Fotoshooting angezogen werden sollten.
Um Punkt 14.00 Uhr war es dann soweit. Die Frauenstaffel – Eleni, Claudia,
Christa, Sybille, Andrea W., Andrea T., Andrea S., Heike, Katrin L., Anne,
Brigitte Meyer, Bärbel – startete mit Andrea S. Für die Männerstaffel –
Henno, Gerhard, Peter, Mini, Mike, Manni H., Jörn, Christoph M., Dennis,
Sven-Ole, – ging Henno an den Start.
Felix H. hatte leider krankheitsbedingt abgesagt. Da wir eh schon einer zu
wenig waren, gingen wir also leicht dezimiert an den Start
Die ersten Runden gingen erwartungsgemäß sehr schnell und vor allen Dingen
sehr zügig über die Bühne. Das sollte sich aber im Laufe des Tages ändern.
Jeder pendelte sich, so gut es eben ging, auf sein Pensum ein.
„Rakete“ Dennis war eine Ausnahme. Er spulte, als ob es das Normalste der
Welt sei, kontinuierlich seine Runden ab. Dass dabei jedes Mal eine 5 vor
dem Komma stand, erstaunte sicher nicht nur unser Team. Auch seine Freundin
Anne sorgte bei den ersten Starts jedes Mal für ungläubige Gesichter im
Zuschauerbereich.
Bei uns „Sterblichen“ wurden aus anfänglichen 7–8-Min.-Runden, im Laufe der
Nacht dann doch eher neun Min., gerade als es über die Ruhezeiten ging.
Wir hatten uns dazu entschlossen, in der Nacht zwei Teams zu bilden. Die
eine Gruppe, bestehend aus fünf Männern bzw. Frauen, lief von 23.00 bis 3.00
Uhr morgens. So konnte sich die jeweils andere Gruppe 4 Stunden am Stück
ausruhen. Klar, dass es dort zur Doppelbelastung eines jeden Läufers/einer
jeden Läuferin kam. Man war jetzt halt ca. alle 40 Min. dran.
Ab 3.00 Uhr kam dann aber die Ablösung und so konnte sich auch die erste
Gruppe der wohlverdienten Ruhe hingeben. So richtig schlafen – denke ich –
konnte niemand. Dazu waren wahrscheinlich alle zu aufgeregt.
Bei den Einzelläufern lief es bis in die späten Abendstunden sehr gut,
sofern ich das als Staffelmitglied und dadurch nur als Beobachter der sieben
Läufer sagen kann. Alle spulten Ihren antrainierten Zyklus ab. Aber auch
hier gab es eine Ausnahme: Andreas Albrecht wirkte auf alle noch eine Spur
austrainierter, lockerer und frischer. Eine perfekte Haltung und der
gleichmäßigste Laufstil, den man sich denken kann, sorgten schließlich für
das Endergebnis, das eigentlich alle ahnten: Der erste Platz seiner
Altersklasse. Mit 201! Kilometern passierte er schließlich am Sonntag um
14.00 Uhr die Ziellinie. Marion hatte sehr mit Kreislaufproblemen und
Magenschmerzen zu kämpfen. Aber auch sie schaffte Ihre 100 Kilometer für die
Staffel. Manni G. musste mit Magenschmerzen und -krämpfen in der Nacht
aufgeben. Ebenfalls eine Kämpfernatur: Margitta. Die Heldin der Nacht.
Unermüdlich zog sie an unserem Staffelübergabepunkt vorbei. Von
gelegentlichen „Porzellan-abteilungsbesuchen“ abgesehen biss sie die Zähne
zusammen und lief, als ob sie nicht mehr aufhören wollte. Für mich ebenfalls
ein Highlight: Sven Viebrock. Er wirkt ja eher wie ein Hühne, wie man ihn
vom Football oder Ringen kennt. Aber der Kerl läuft ohne Ende :-) Hut ab,
tolle Leistung. Auch er schaffte die 100 Kilometer für das Team, um in die
Wertung zu kommen. Suliko? Lief einfach. Punkt. Sie spulte ihr Programm ab
ohne dabei irgendwie beansprucht auszusehen. Immer gut drauf, hatte sie
immer eine Hand frei zum Winken für die Zuschauer und Rundenzähler. Und
Rüdiger? Wie immer, er lief halt. Wie man ihn kennt. Einige Runden
hochkonzentriert, einige winkend und Sprüche rufend: „Neue Turnschuhe, jetzt
wird’s besser“. Ein klares Ziel vor Augen, kam er mit insgesamt 165
Kilometern ins Ziel.
Mal ganz ehrlich: Wer könnte diese Strecke auch nur ansatzweise in 24
Stunden gehen? Oder in 48? Oder in 72?
Die Frauenstaffel lief wie ein Uhrwerk. Nie gab es dort Streitereien oder
Verärgerung weil jemand nicht laufen wollte oder falsch eingeteilt wurde.
Wie schon erwähnt: Eleni hatte ihr Team gut im Griff.
Die Nacht verlief insgesamt sehr ruhig. Von der permanenten Musikbeschallung
mal abgesehen. (Arme Anwohner ;-).)
Die Übergaben klappten bis auf ein oder zwei Ausnahmen immer pünktlich. Wer
sich am Übergabepunkt mit den Mädels unterhalten und fast meinen „Abschlag“
nicht bemerkt hat, hab ich vergessen ;-)
Nein, nein, Spaß beiseite: Es hat gut funktioniert.
Am Sonntag stießen einige vorher eingeladene Gastläufer zu uns.
Paradiesvogel „Tejo“ gesellte sich im gewohnten Schockgelb-Outfit dazu. Ob
er allerdings in den 6-Min.-Runden, die er lief, auch warm wurde? Vadder
Kattner ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, uns auch noch einige Runden
abzunehmen.
Unter den Zuschauern konnten wir viele Läufer oder Ex-Läufer begrüßen. So
waren Werner Borms mit Gattin, Barbara W. mit Mann, Ina C., Waltraud, Herr
Hornbostel mit Tochter, Fam. Behrens, Jan Stelter mit Freundin, Frank
Tiedemann mit Kindern, Adrian van Schwamen, Jutta und Horst, Ecki S., Didi
mit Gattin, Lurchi, der Heidebock und einige Fußballer gern gesehene Gäste.
Die letzte Runde wurde von beiden Staffeln gemeinsam gelaufen: Um 13.45 Uhr
setzten wir uns, einige etwas humpelnd und es ruhiger angehend, ein letztes
Mal für diesen Tag in Bewegung.
Über die Siegerehrung möchte ich eigentlich nicht wirklich viel sagen.
Zwei Stunden durften wir in praller Sonne (ja auch die hat sich
pünktlich zum Schluss der Veranstaltung auch mal blicken lassen) sitzen
und warten. Emotionsloser und langweiliger lässt sich definitiv kein
Event-Ende ausrichten. Auch mit dabei: Keine Urkunden. Und wer war
schuld? Der EDV-Mann. Is klar :-)
Fazit:
Die Frauenstaffel belegte einen nicht zu toppenden ersten Platz. Für die
Männer reichte es nur für Platz zwei . . . Von hinten :-) jaja, nur der
Achte, aber nächstes Mal wird alles besser. Auch die Geschichte mit dem
Wetter.
In eigener Sache:
Dieser Text stammt aus der Feder von Mike Kattner, Amelinghausen. Ich
weise ausdrücklich darauf hin, dass ich allein für den Inhalt verantwortlich
bin. Es liegt oder lag mir völlig fern, gut oder schlecht über
irgendjemanden der Teilnehmer zu schreiben bzw. zu sprechen. Alles ist aus
meiner Sicht verfasst und muss sich nicht mit der Sichtweise eines anderen
Teilnehmers decken. Auch erhebt dieser kleine Bericht keinerlei Anspruch auf
Vollständigkeit. Sollte ich also jemanden vergessen haben, bitte ich um
Nachsicht.
Bei Problemen in dieser Angelegenheit und mit dem hier dargestellten Text:
bitte nur an mich wenden. Besten Dank.
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